Neues aus der Gehirnforschung: Information und Informationsübertragung im therapeutischen Prozess

Inhalt:

Das Stuttgarter Institut für Kommunikation und Gehirnforschung arbeitet mit einem weiterentwickelten EEG-spectralanalytischen Messverfahren, mit dem akustisch evozierte Potentiale und ereigniskorrelierte Potentiale gemessen werden. So können funktionelle Prozesse des Gehirns online sichtbar gemacht werden. Über ein genaues Zeitprotokoll können die Aktivierungen den jeweiligen auslösenden Reizen zugeordnet werden.

Dieses diagnostische Verfahren wird im Institut nicht nur in der Forschung, sondern auch zur Diagnose von Blockaden, Störungen und anderen Beeinträchtigungen von Gehirnleistungen eingesetzt. Durch die Messungen sind Aussagen zu individuellen Zusammenhängen von Informationsaufnahme- und Verarbeitungsprozessen möglich. Auch emotionale Prozesse, erlebte Traumata und außergewöhnliche Bewusstseinsprozesse lassen sich durch spezifische Schwingungsmuster analysieren.

Durch parallele Messungen Arzt / Patient, Therapeut / Klient, Lehrer / Schüler lassen sich Kommunikations- und Interaktionsprozesse online auf der Ebene der Gehirnkorrelate messen und darstellen.

Auf der Grundlage der Messung kann im Institut eine individuelle neuroaktive Musik für den jeweiligen Klienten erstellt werden, mit der die aus dem Takt geratene endogene Rhythmik harmonisiert werden kann und Lernfenster im Gehirn für plastische Reorganisation geöffnet werden können.

Dieses Verfahren ist nicht nur zur Überwindung von cerebralen Schädigungen und zur Unterstützung bei degenerativen Erkrankungen anwendbar, sondern auch zur Lern- und Leistungsoptimierung. Schüler, Studenten, Manager, Höchstleister und auch Sportler aller Sportarten nutzen diese Methode.

Institut für Kommunikation und Gehirnforschung:

Christl Brucher, Uta Butterweck und Karin Huber, wissenschaftliche Mitarbeiterinnen im Institut für Kommunikation und Gehirnforschung in Stuttgart