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Begleitende Kinesiologie als Unterstützung in der psychosomatischen Behandlung

Als DGAK-zertifizierte Begleitende Kinesiologin nutze ich die Kinesiologie seit meiner Ausbildung täglich in Form kleiner, gezielter Impulse. So beginne ich meinen Tag in der Regel mit dem PACE sowie zwei Brain Gym®-Übungen. Um abends zur Ruhe zu kommen und entspannt einschlafen zu können, wähle ich häufig den Schwerkraftleiter aus dem Brain Gym® oder die sogenannte Meridiandusche aus dem Touch for Health.

Da ich seit vielen Jahren ein herausforderndes Leben führe, unterstützt mich die Kinesiologie dabei, im Alltag immer wieder Momente der Entlastung und Stressreduktion zu schaffen. Wie lange dieses innere Gleichgewicht anhält, hängt jedoch stark von den darauffolgenden Situationen und Begegnungen ab. Je nach äußeren Einflüssen kann der Stresspegel schnell wieder ansteigen und mich aus der Balance bringen.

In akuten Stresssituationen gelingt es mir nicht immer, bewusst auf meinen kinesiologischen Methodenschatz zurückzugreifen. Daher ist es für mich ein wichtiger Bestandteil meiner Selbstfürsorge, mir regelmäßig Unterstützung zu holen. Ich treffe mich nahezu wöchentlich zum gegenseitigen Balancieren mit meiner Kollegin Verena Schnuck, ebenfalls Begleitende Kinesiologin DGAK zertifiziert. Zusätzlich nehme ich mehrmals im Jahr professionelle Begleitung durch meine Ausbilderin Renate Wennekes in Anspruch.

Diese kontinuierliche Unterstützung hilft mir, meine individuellen Lebensthemen und insbesondere die tieferliegenden Ursachen meines anhaltenden Stresserlebens zu bearbeiten. Aufgrund frühkindlicher Bindungs- und Entwicklungserfahrungen zeigen sich bei mir verschiedene Themenfelder – darunter Glaubenssätze, körperliche Symptome und wiederkehrende Gedankenschleifen –, die vielschichtig und teilweise sehr persistent sind. Deshalb nutze ich neben der Kinesiologie weitere unterstützende Ansätze wie Psychotherapie, Trauma-Coaching, Naturheilkunde und Physiotherapie.

Im Rahmen einer kürzlich durchgeführten sechswöchigen, ganzheitlich orientierten psychosomatischen Rehabilitation konnte ich die Bedeutung der Kinesiologie erneut intensiv erfahren. In den ersten zwei Wochen war ich stark damit beschäftigt, mich an die neue Umgebung, die therapeutischen Anforderungen, die Vielzahl an Mitpatienten*innen und den strukturierten Tagesablauf anzupassen. Zwar praktizierte ich weiterhin täglich mein PACE sowie einzelne Brain Gym®-Übungen, bemerkte jedoch zunächst nicht, dass ich zunehmend in einen Zustand hohen Stresses geriet.

Mein Schlaf verschlechterte sich deutlich, und ich entwickelte ein anhaltendes Gefühl innerer Unruhe und Fluchtimpulse. Rückblickend befand ich mich in einem fortgeschrittenen Stresszustand. Glücklicherweise hatte ich bereits zu Jahresbeginn eine kinesiologische Balance bei Renate Wennekes vereinbart, die wir während der Reha online durchführen konnten.

Im Rahmen dieser Balance wurde mein aktueller Stresszustand deutlich sichtbar, ebenso wie weitere Themen, die durch den Rehabilitationsprozess aktiviert worden waren. Die Sitzung stellte für mich eine entscheidende Unterstützung dar: Sie half mir, aus dem belastenden Stresszustand herauszufinden, meine Selbstwahrnehmung zu stärken und wieder handlungsfähig zu werden. Dadurch konnte ich mich in der Folge deutlich besser auf die therapeutischen Prozesse innerhalb der Reha einlassen.

Seit dieser Erfahrung überprüfe ich meinen Stresslevel regelmäßiger, um frühzeitig gegen ein erneutes „Funktionieren“ im Sinne eines Überlastungszustandes gegensteuern zu können.

Aus meiner persönlichen und fachlichen Sicht stellt die Kinesiologie eine wertvolle Ergänzung zu klassischen psychischen und psychosomatischen Behandlungsansätzen dar. In meinem Fall hat die begleitende kinesiologische Arbeit wesentlich dazu beigetragen, die Wirksamkeit der therapeutischen Maßnahmen während der Rehabilitation zu unterstützen.

Beobachtungen im Austausch mit Mitpatienten*innen haben mir zudem gezeigt, dass viele Menschen über längere Zeit in einem erhöhten Stressniveau verbleiben und dadurch nur eingeschränkt Zugang zu therapeutischen Prozessen finden. Vor diesem Hintergrund erscheint es mir sinnvoll, die Rolle der Begleitenden Kinesiologie als unterstützendes Verfahren im Kontext psychosomatischer Behandlungen weiter zu betrachten.

Daraus ergibt sich für mich die These, dass begleitende kinesiologische Balancen sowohl als vorbereitende Maßnahme als auch als begleitendes Element in psychosomatischen Therapieprozessen einen wertvollen Beitrag leisten können.

Sley Segger, Begleitende Kinesiologin DGAK zertifiziert.

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