Warum die Verbindung zu dir selbst eine Reise ist und manchmal kein Zuckerschlecken…
Das Streben zurück zu unserer eigenen Natürlichkeit ist einer der wichtigsten Schlüssel zu unserem Glück. Doch diese Rückverbindung verläuft nicht gerade. Und sie ist ganz sicher kein schneller Prozess.
Sie ist eine Reise.
Eine Reise zurück zu der Frage: Wer bist du – fernab von Rollen, Erwartungen und Mustern, die du dir im Laufe deines Lebens angeeignet hast, um dich zu schützen?
Und noch wichtiger: Gibt dir diese „Persönlichkeit“ wirklich Sicherheit? Oder verstrickst du dich immer tiefer in einer Identität, die gar nicht deiner Wahrheit entspricht?
Meine wertvollste Entscheidung
Ein Wendepunkt in meinem Leben war die Entscheidung, die Ausbildung zur Begleitenden Kinesiologin zu beginnen. Ich habe sie aus dem Bauch heraus getroffen. Ohne langes Überlegen. Weil es sich einfach richtig angefühlt hat.
Diese Ausbildung wurde zu einer Reise zu mir selbst. Ich bin daran gewachsen. Ich bin drangeblieben. Und ich wurde gehalten.
Von Renate und all den anderen wunderbaren Ausbildungsbegleiter:innen und von einer Gemeinschaft, die trägt.
Regelmäßige Supervisionen, professionelle Balancen, gemeinsames Üben mit der Ausbildungsgruppe und vor allem die tägliche kinesiologische Praxis haben mich Schritt für Schritt näher zu mir gebracht.
Die Kurswochenenden sind für mich bis heute wie ein Aufatmen meines gesamten Systems.
Das Schönste an den Wochenenden ist, neben den einzigartigen Kursen, die Gemeinschaft, die im IKL gelebt wird. Es ist ein so schönes Gefühl willkommen zu sein, gemeinsam zu lernen, zu wachsen und sich gegenseitig zu unterstützen. Meine Ausbildungsgruppe empfinde ich als absolut wertvoll. Jeder von uns ist einzigartig, ganz unterschiedliche Charaktere und deshalb lernen wir so viel voneinander, auch wenn es nicht immer harmonisch ist. Doch ich denke, genau darin liegt unser größtes Potenzial. Wir schaffen es immer wieder aufeinander zuzugehen, uns zusammen zu raufen und wenn es drauf ankommt, sind wir füreinander da.
Ich bin zutiefst dankbar, diesen Weg gegangen zu sein. Und darin meine Berufung gefunden zu haben.
Der Weg zurück zu dir selbst
Ich habe mich auf diesen Weg gemacht. Zurück zu meinem wahren Selbst. Zu meinem innersten Kern.
Und ich habe mir immer wieder die Frage gestellt: Wer bin ich wirklich?
Was ich dabei gelernt habe:
Diese Reise ist ein Abenteuer – auf allen Ebenen.
Denn so schön es auch klingt: Sich wieder mit sich selbst zu verbinden, passiert nicht „mal eben“ zwischen Tür und Angel. Es braucht Disziplin, Bewusstsein und vor allem: Ehrlichkeit mit dir selbst und die Bereitschaft, wirklich hinzuschauen.
Warum Veränderung Widerstand auslöst
Wir alle sind Meister der Selbstsabotage.
Unser System – unser Verstand, unser Körper, unser inneres Kind – ist nicht darauf ausgelegt, sofort Veränderung zu begrüßen.
Im Gegenteil. Es hält an dem fest, was bekannt ist.
Auch dann, wenn es uns längst nicht mehr gut tut.
In meinem eigenen Prozess habe ich das sehr deutlich gespürt. Mein inneres Kind, mein Unterbewusstsein wollte die Schutzmauern aufrechterhalten, die ich über Jahre hinweg aufgebaut hatte.
Und mein Körper hat darauf reagiert: Durch reaktive Muskeln, körperliche Symptome. Durch Schmerzen, Erschöpfung oder Schwindel.
Immer dann, wenn ich einen Schritt näher zu mir selbst gemacht habe, gab es Widerstand. Nicht, weil etwas falsch lief. Sondern weil mein System lernen durfte, dass es sicher ist, sich zu verändern.
Der Weg durch den Prozess
Diese Reise braucht mehr als Erkenntnis. Sie braucht dranbleiben. In meinem Fall bedeutete das: tägliche kinesiologische Praxis, Selbstbalancen, Supervision, professionelle Balancen und der Austausch mit meiner Ausbildungsgruppe und anderen Kinesiolog:innen.
Ein bewusstes Mitnehmen meines Körpers.
Schritt für Schritt.
Eines der effektivsten Tools, aus der Kinesiologie, war und ist für mich, unter anderem, der emotionale Stressrelease (ESR) – um mein System immer wieder zu regulieren und zu stabilisieren.
Denn alte Muster lösen sich nicht einfach auf.
Sie wollen gesehen, gefühlt und neu verankert werden.
Was wir wirklich brauchen
Veränderung braucht Zeit. Sie braucht Klarheit.
Und manchmal auch liebevolle Konsequenz.
Doch das Wichtigste ist etwas anderes: Geduld.
Keine Beziehung funktioniert ohne Geduld.
Auch nicht die Beziehung zu dir selbst.
Die Kraft hinter der Veränderung
Auf meiner Reise habe ich mich oft gefragt: Welche Kraft in uns ist es eigentlich, die uns immer wieder zurück zu uns selbst führt?
Lange dachte ich, es sei die Liebe.
Und ja – Liebe ist ein zentraler Bestandteil.
Doch ich habe für mich etwas noch Tieferes erkannt: Würde.
Würde als innerer Kompass
Würde bedeutet, dir selbst einen Wert zu geben – nicht für das, was du leistest. Sondern einfach, weil du bist. Und weil du gut so bist, wie du bist.
Würde beinhaltet: Wahrhaftigkeit, Liebe und Konsequenz. Sie ist das, was dich immer wieder zurückholt, wenn du dich selbst verlierst.
Der Weg lohnt sich
Der Weg zurück zu dir selbst ist nicht immer leicht.
Er kann herausfordernd sein. Unbequem.
Manchmal sogar schmerzhaft. Aber er ist auch: Ein Forschen, ein Entdecken, ein Erinnern an deine eigene Kraft, deine Wahrheit – dein Sein.
Und vielleicht ist genau das das größte Geschenk: Dass du irgendwann den Mut findest, einfach zu sein.
Und darin – dein echtes Glück.
Ruth Hamm
Kinesiologin BK DGAK Aufbaustufe

