“Die investierte Energie fließt in verschiedensten Formen zurück”

„Die Energie und Kraft, die man in Form von  Ausbildungskosten  investiert, wird später in den verschiedensten Formen wieder zu dir zurückfließen“

5 Fragen an Ulrike Müller, Absolventin der Ausbildung am IKL und Begleitende Kinesiologin DGAK in eigener Praxis.

 Wie bist du zur Kinesiologie gekommen?

Den Weg zur Kinesiologie habe ich in der Zeit gefunden, wo mich die  erste wirkliche Herausforderung in meinem Leben erreicht hat, man könnte auch sagen, die Zeit in meinem Leben, wo ich weder vor noch zurück wusste. Nach dem Probleme im Außen zu körperlichen Symptomen führten, dufte ich durch die Behandlung bei einer Heilpraktikerin erkennen, dass nicht nur die anderen an meinem Dilemma Schuld waren. So landete ich auf Umwegen bei Renate Wennekes und durfte eine lange, interessante und inspirierende Reise durch für mich gänzlich neue Welten und Blickweisen beginnen. Die meisten Absolventen am IKL haben den Weg über die sogenannte Selbsthilfe zu Renate gefunden. Dies verbindet und unterstützt in den drei Jahren der Ausbildung sehr.

Was machst  du heute?

Ich arbeite seit 5 Jahren in meiner eigenen Praxis. Zu Beginn habe ich überwiegend mit erwachsenen Klienten gearbeitet, die nach Abklärung ihrer körperlichen Beschwerden durch die Schulmedizin gerne hinter die/ ihre eigene  Fassade schauen wollten, um den Regenerationsprozess auf weiteren Ebenen zu unterstützen. Mein heutiger Schwerpunkt ist die Arbeit mit Schulkindern aller Altersstufen. Hier kombiniere ich die wunderbaren Handwerkszeuge der Kinesiologie mit weiteren ergänzenden Methoden.

 Was war deine größte Herausforderung beim Berufsstart, und wie hast du sie gemeistert?

Meine größte Herausforderung war, über meinen eigenen Schatten zu springen, mich selbst zu präsentieren und an meinen Erfolg zu glauben. Deshalb habe ich die erste Zeit nach der Ausbildung sehr intensiv an  diesen Themen gearbeitet, natürlich  Erfolge, aber auch Schritte zurück erlebt.

In dieser Zeit hat mir sehr geholfen, dass ich die Techniken der Kinesiologie für mich genauso gut anwenden konnte, wie für meine Klienten. Ich durfte dabei lernen, dass meine körperlichen Symptome im Bereich der Blasenfunktion mit meinen Themen von Ungeduld (Wann boomt denn endlich meine Praxis?)  und dem Wissen, bzw. dem Nichtwissen meiner eigenen Position (Was soll mein Praxisschwerpunkt sein?) sehr eng zusammen gehörten. In der Folgezeit durfte ich feststellen, dass Klienten mit genau den gleichen Themen, die ich für mich abgeschlossen hatte, zu mir kamen. Welch ein Geschenk für beide Seiten.

Darüber hinaus habe ich mir Wissen für den kaufmännischen Bereich der Praxisführung durch entsprechende Angebote angeeignet und Erfahrungsaustausch durch ein Netzwerk von Berufsstartern vor Ort gepflegt.

Was sind deiner Meinung nach die 3 wichtigsten Dinge, die dir das IKL für den Beruf als Kinesiologin mitgegeben hat?

  1. Der Aspekt der Selbsthilfemöglichkeit der Kinesiologie
    Ich bin in den Seminaren am IKL von Beginn an geschult und ermuntert worden, mich selbst und natürlich meine Familie  mit Kinesiologie bei kleinen und großen Herausforderungen zu stärken.
  2. Ein neuer Blick auf unser Leben, unsere Gesundheit und die vielen gefühlten Katastrophen
    Dadurch hat sich  meine Sprache und meine Fähigkeit Probleme zu lösen  von der Problem- zu einer Lösungsorientieren Blickweise    Nun  gibt es nur noch Herausforderungen. Bei Lernproblemen geben wir uns beispielsweise auf die Suche nach dem  bei jedem Menschen vorhandenen Potential. Dieses wird dann mit dem passenden Handwerkszeug gehoben.  Kinesiologie bei Renate Wennekes zu lernen ermöglicht  gleichzeitig eine besondere Lebensphilosophie zu erleben, zu durchdringen und zu übernehmen.
  3. Das Wissen, in jedem Augenblick eine Wahl zu haben
    Seit ich Kinesiologie lebe, lebe ich intensiver und habe bei Herausforderungen Handlungsalternativen.

Zusammengefasst kann ich sagen, dass ich alles dies zuerst für mich selbst erlebt und gelernt habe und dadurch befähigt bin, dieses geniale Wissen an meine Klienten weiterzugeben und die Methoden der Kinesiologie meinen Klienten für Ihr Wachstum zur Verfügung stellen kann. Sie bekommen es aus erster „Erfahrungs-Hand“.

 Tipp für Neustarter: Was braucht man deiner Meinung nach, um ein guter Kinesiologe zu sein?

  • Gutes, spezialisiertes Handwerkszeug, möglichst auf eine oder zwei Kundensegmente bezogen. Wir Kinesiologen können natürlich einen bunten Strauß von Themen bedienen. Die Klienten aber lieben den Fachmann für ein Spezialgebiet.
  • Ausdauer und Geduld, da der Praxisaufbau eher langsam als schnell vonstatten geht. Wichtigstes Werbemittel ist die Empfehlung. Empfehlungsmarketing dauert seine Zeit. Eine Internetseite ist sehr wichtig, Flyer eher ein Sekundarwerbemittel.
  • Interesse und Neugier, sich immer wieder neuen Herausforderungen zu stellen.

Ich wünsche allen, die sich für eine Ausbildung zur/m Kinesiologin/en BK DGAK entscheiden, viel Spaß und Neugier. Die  Energie und Kraft, die man in Form von  Ausbildungskosten  investiert,  wird  später in den verschiedensten Formen wieder zu dir zurückfließen. Sei es durch Einnahmen aus Seminaren oder Klientensitzungen, durch positive Veränderungen im privaten Umfeld oder einfach durch ein erfüllteres, eigenes Leben. Mir war nach dem ersten Jahr klar, dass jeder investierte Cent auch für den Fall, dass ich später nicht damit arbeite, die beste Investition meines Lebens war. Lasst euch inspirieren.

Ulrike Müller

>> Ausbildung Kinesiologe/In BK DGAK