Facharbeiten vorgestellt: “Der Platz als Erstgeborene”

Zur 3-jährigen Ausbildung zur Kinesiologin BK DGAK zertifiziert gehört eine Facharbeit über ein selbst gewähltes Thema. Die Erkenntnisse dieser Facharbeiten sind so spannend, dass wir sie dir nicht vorenthalten möchten. Christine Becker hat ihre Arbeit über den Platz als Erstgeborene geschrieben. Für mehr Infos zu ihrer Facharbeit kontaktiere bitte das IKL – Büro unter 05491/97670.

Der Platz als Erstgeborener

In meiner Facharbeit geht es darum, das Leben – genauer die soziale Kompetenz – von Erstgeborenen darzustellen und Lernmöglichkeiten für diejenigen von ihnen anzubieten, welche sich auf ihrem „Platz“ nicht wohlfühlen.

Es wird die Familie als dynamisches System vorgestellt, sowie die Einflussnahme der Eltern und Geschwister auf die Entwicklung der Erstgeborenen. Ein wichtiger Punkt ist mir, die Entwicklungsphasen von Kindern (Geburt bis 3 Jahre) darzustellen, weil in dieser wichtigen Zeit die meisten Erstgeborenen ein Geschwisterkind bekommen; ein einschneidendes Erlebnis für alle Erstgeborenen.

Anschließend wird auf die einzigartige Stellung von Erstgeborenen eingegangen. Es gibt enorm viele Einflussfaktoren (z.B. „echter oder unechter“ Erstgeborener, Abstand zum nächsten Geschwisterkind, Geschlechterverteilung unter den Geschwistern und vieles mehr) in ihrer Kindheit, die später dazu führen, welches „Muster“ die Erstgeboren leben. Aber es gibt auch Gemeinsamkeiten, welche man bei fast allen Erstgeborenen findet.

Die Mehrzahl der Menschen, ob Kinder oder Erwachsene, die in Beratungsstellen Hilfe suchen, sind Erstgeborene, die sich mit ihrem Leben nicht identifizieren können. Der dritte Teil der Arbeit bietet Hilfestellungen verschiedenster Art für diese Menschen an. Es gibt viele kinesiologische Balancen, andere Therapien und hilfreiche Tipps für Kinder und Erwachsene.

Die Arbeit enthält eine eigene Balancereihe sowie einen selbst entworfenen Fragebogen, an dem 30 Teilnehmer im Alter von 14-67 Jahren teilgenommen haben.

Das Ziel meiner Arbeit ist es, die sozialen erworbenen Kompetenzen von Erstgeborenen unter Einflussnahme ihrer Familie, Umwelt und ihrer besonderen Stellung aufzuzeigen. Achtsamkeit der Eltern für die Empfindungen ihrer Kinder ist ebenso wie das Wissen über die sensiblen Phasen in den ersten 3 Jahren eine gute Voraussetzung die Grundbedürfnisse der Kinder nach Bindung, Sicherheit und Liebe zu befriedigen.

Liebe Christine, vielen Dank für das Interview.


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